drucken
Bilderleiste
Kreisverband Rems-Murr Die Grünen im Rems-Murr-Kreis

Daniel Mouratidis als Bundestagskandidat für den WK Waiblingen nominiert

Die Grünen seien die einzige Partei, welche die drei weltweiten Krisen zusammendenken. „Es ist falsch zu sagen: Jetzt müssen wir die Finanz- und Wirtschaftskrise bewältigen, Klima- und weltweite Hungerkrise können warten“, so Mouratidis. Es gehe stattdessen darum, mit maßvollen Investitionen in Menschen und Zukunftstechnologien die Krise zu meistern. Dabei stehe man nicht alleine: Bosch-Chef Fehrenbach erklärte mehrmals öffentlich, dass den Grünen Industrien die Zukunft gehöre; Südkorea investiert über 80 Prozent der Konjunkturgelder in diesen Branchen. „In Deutschland dagegen feiert man die Verlängerung der Abwrackprämie bis Jahresende, dabei macht sie weder ökologisch noch ökonomisch Sinn. Damit wird mit mehreren Milliarden staatlicher Gelder die Nachfrage der nächsten Jahre vorweggenommen, der Markt also unter Drogen gesetzt“,  kritisierte Mouratidis dieses Vorhaben der schwarz-roten Koalition in drastischen Worten. Die Entzugserscheinungen ab 2010 werden sehr schmerzhaft sein.  Zudem fehle dieses Geld im Bildungs- und Weiterbildungsbereich und beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. „Wir Grünen stehen hingegen für einen Grünen New Deal: Für Klima und Arbeit, Gerechtigkeit und Freiheit – wir sind davon überzeugt, dass so über eine Millionen neue, zukunftsträchtige Jobs entstehen“. Dabei behalten die Grünen auch die Staatsfinanzen im Auge. „Unser alter Leitspruch, Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt, ist weiterhin gültig – in Umweltfragen ebenso wie in Finanzfragen. Jede Milliarde neue Schulden müssen unsere Kinder und Enkel am Ende mit Zins und Zinseszins zurück bezahlen“, mahnte Mouratidis.
Schließlich machte er deutlich, dass es mit ihm nur einen Grün-Pur Wahlkampf geben werde: „Wir haben nichts zu verschenken, weder Erst- noch Zweitstimme.“ Unterstützung für seine Position erhielt er dabei von den anwesenden Mitgliedern. Frieder Bayer, der Vorsitzende des Ortsverbandes Waiblingen, erinnerte daran, dass die SPD beispielsweise das Milliardengrab Stuttgart 21 befürworte und beim Nordost-Ring „keine klare Position erkennen lasse“.  
Auch zur Konzeption seines Wahlkampfes skizzierte Mouratidis seine Vorgehensweise. Er kündigte an, „die Dialogmöglichkeiten des Web 2.0 breit einzusetzen, denn die moderne Bürgergesellschaft lebt vom Einmischen und Mitmachen.“ Gleichwohl wird er auch an den klassischen Wahlständen und Veranstaltungen anzutreffen sein. In den nächsten Wochen wird er dazu mit den Ortsverbänden in die konkreten Planungen gehen.
„Ich bedanke mich für das in mich gesetzte Vertrauen der Mitglieder, freue mich auf einen spannenden, lustvollen und erfolgreichen Bundestagswahlkampf 2009,“ sagte Mouratidis nach seiner Nominierung.
Seit Ende 2006 ist der Deutsch-Grieche Landesvorsitzender der Grünen Baden-Württemberg. Davor sammelte der Diplom-Verwaltungswissenschaftler Erfahrung bei den Ortsverbänden der Grünen in Konstanz und Backnang sowie im Wahlkampfteam für den Bundestagswahlkampf 2005 in der Parteizentrale in Berlin.
Speziell das dort erworbene Wissen ließ er in seine Kandidatur bei der Landtagswahl 2006 im Wahlkreis Backnang einfließen; sein Wahlkampf war geprägt von der starken Einbindung neuer Medien und fand bundesweit Beachtung.

Weiterführende Informationen unter:
www.gruene-rems-murr.de
www.mouratidis.de
Twitter: twitter.com/idmouratidis