DIE GRÜNEN IM REMS-MURR-KREIS

BKZ vom 22.04.2008

Mehr grünes Gewicht

Backnang (ab) – Die Grünen wollen bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr mindestens einen Sitz mehr im Backnanger Stadtparlament ergattern. Das ist das erklärte Ziel des Grünen- Ortsvereins Backnanger Bucht.


Ganz im Zeichen der Vorbereitungen für die Kommunalwahl 2009 stand das jüngste Treffen des Ortsvereins. „Mindestens einen Sitz mehr zu erreichen: Das ist unser Ziel!“, so die Stadträte Ulrike Sturm und Rainer Lachenmaier übereinstimmend. So sei es möglich, die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen und „noch effizienter als bisher“ zu wirken. „Manchmal dauert es eben 13 Jahre, bis unsere Anträge übernommen werden – auch das ist eine Art von nachhaltiger Politik“, meinte Ulrike Sturm ironisch mit dem Hinweis auf kürzlich errungene Abstimmungserfolge im Gremium. Rainer Lachenmaier und Ulrike Sturm kündigten an, beide wieder kandidieren zu wollen.

Die Kreistagsliste für den Backnanger Raum soll vom ehemaligen Landesvorsitzenden Andreas Braun und Ulrike Sturm angeführt werden – wichtigstes Thema hier wird der Erhalt des Backnanger Krankenhauses sein, kündigten sie an.

Für die Gemeinderatswahl ergibt sich nach ausführlicher Diskussion ein bunter Themenstrauß, mit dem um Wählerstimmen geworben werden soll: Neben dem Erhalt des Krankenhauses als wichtiges, nicht nur kreis-, sondern auch lokalpolitisches Thema stehen wirtschaftspolitische, soziale und ökologische Themen auf der Agenda der Bündnisgrünen.

So soll unter Führung des Rathauses das Einzelhandelskonzept für die Innenstadt unter Einbindung des Schweizerbaus und der Oberen Walke entwickelt werden. Für Existenzgründer sollen Anreize zur Ansiedlung in Backnang geschaffen werden. Ferner sprechen sich die Bündnisgrünen für die Einrichtung einer unabhängigen Verbraucher- und Energieberatung unter Federführung der Stadtverwaltung aus. Der Ausbau regenerativer Energien in Backnang und Umgebung soll weiter vorangetrieben werden.

„Verkehrspolitik ist Ökologiepolitik“, so Vorstandsmitglied Willy Härtner. Deshalb komme es darauf an, den S-Bahn-Anschluss nach Ludwigsburg mit einem schlüssigen Fahrradwegekonzept zu verbinden und den Ausbau des Autobahnzubringers zu verhindern.

Und schließlich soll die Gebührenfreiheit für den Kindergartenbesuch wie auch die kostenlose Kinderbetreuung an Schulen mit qualifizierten Unterstützungsangeboten für Leistungsschwache erneut auf die kommunalpolitische Tagesordnung.


Grünes Mitglied Clemens Schlink ist mit dem Rucksack von Alaska nach Feuerland gereist

Den dazugehörigen Artikel der Schorndorfer Nachrichten vom 16.2.2008 mit dem Titel: "Tauende Frostböden und betrunkene Wälder" finden Sie hier als jpg.